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Rechenmaschine Zuse Z3

www.zuse.de

Homepage von Horst Zuse

Erneuter Nachbau von Zuses Z3

9. Januar 2017

Vorwort
Zum 100. Geburtstag des Computererfinders Professor Konrad Zuse soll im Juni 2010 in Hünfeld ein weiterer, sehr umfassender und detallierter, Nachbau des ersten Computers der Welt, der Z3, vorgestellt werden.

Warum?
Die Rechenmaschine Z3 wird heutzutage fast einhellig weltweit als der erste frunktionsfähige, frei programmierbarer, in Boolescher Logik und binären Gleitkommazahlen Rechner angesehen. Siehe auch hier.  

Die Gründe für einen erneuten Nachbau der Z3 sind:


Die beiden unten beschriebenen Nachbauten sind im Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld und im Deutschen Museum in München aufgestellt.

Beide Nachbauten sind vereinfachte Nachbauten.

Der neue Nachbau Z3 wird vollständig sein und in der Größe dem Original entsprechen.

Der neue Nachbau wird nicht durch einen PC gesteuert, sondern ist autark funktionsfähig.

Es ist eine echte Herausforderung, eine solche Maschine nocheinmal zu bauen.

Wer hatte die Idee zu dem erneuten Nachbau der Z3?
Die Idee hatte Dr. Horst Zuse im Sommer 2008.

Existierende Nachbauten
Gegenwärtig gibt es im Hünfelder Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte nur einen Funktionsnachbau dieses in binärer Gleitkommarechnung arbeitenden Rechners, der bereits über fast alle Merkmale eines modernen Computers verfügte, ein Rechenwerk, einen Speicher, ein Steuerwerk, die Ein- und Ausgabeeinheiten und die freie Programmierbarkeit.

Im Deutschen Museum in München steht ein weiterer Nachbau der Z3, der 1961 noch durch die Zuse KG in Bad Hersfeld hergestellt wurde.  Dieses Gerät verfügt nur über einen Speicherschrank. Diesen Nachbau hatte die Zuse KG zu Werbezwecken und im Rahmen des damals noch anhängigen Patentstreits rekonstruiert.

Neuer Nachbau der Z3
Der vereinbarte neue Nachbau des Z3 wird dagegen wie das Original über zwei Speicherschränke und einen Schrank für das Gleitkommarechenwerk in Originalgröße verfügen. Ca. 2500 moderne Relais werden alle Funktionen der Original Z3 nachbilden. Auch die Ein- und Ausgabestation soll dem Original mit Tasten und Lampen nachgebildet werden, während der Funktionsnachbau in Hünfeld gegenwärtig von einem herkömmlichen PC angesteuert wird und über keine spezielle Ein- und Ausgabeeinheit verfügt.

Im neuen Nachbau legt Dr. Horst Zuse besonderen Wert darauf, dass alle Komponenten der Z3, wie z.B. das Rechenwerk, der Schifter, der Taktgeber, die Umwandlung der Dezimalzahlen in Binärzahlen und retour, usw. separat demonstriert werden können. Diese strukturellen Maßnahmen unterstützen das Verständnis der Funktionsweise eines Computers.

Enorm wichtig ist, daß die Grundstrukturen eines Computers / Rechners didaktisch gut präsentiert werden können.

Müssen einige Schaltungen gegenüber der Original Z3 modifiziert werden?
Ja, dies liegt z.T. an den zur Verfügung stehenden Relais. Auch der Taktgeber und die Mikrosquenzer werden modifiziert sein. Der Takt der Maschine wird wie bei dem Original 5 Hertz betragen. Ein moderner PC hat eine Taktfrequenz von ca. 3.000.000.000 Hertz. Der Taktgeber wird durch Zeitrelais realisiert.

Wer führt den Nachbau durch?
Dr. Horst Zuse persönlich.

Muß man sich mit 63 Jahren so etwas noch antun?
Ja, denn es macht einfach Spaß, so eine hoch komplexe Maschine zu bauen!

Wann ist der Baubeginn?
Am 7. September 2009.

Wann wird die Maschine fertig gestellt sein?
April /Mai 2010.

Dokumentation des Nachbaus
Es wird eine Dokumentation des Nachbaus der Maschine Z3 geben.

Wann ist die feierliche Enthüllung?
Die feierliche Enthüllung des Nachbaus der Z3 ist für den 26. Juni 2010 im Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld vorgesehen.

Zeichnung von der Original Z3
Das Bild unten zeigt eine Zeichnung von Konrad Zuse der Original Z3. Links ist der Schrank mit dem Gleitkommarechenwerk zu sehen, rechts die beiden Schränke für den

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